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1860
Gründung des Allgemeinen Bremer Turnvereins
Der Allgemeine Bremer Turnverein wurde am 28. September 1860 gegründet. Die Vereinsgründung war das Ergebnis kluger und weiterblickender Planung von Persönlichkeiten, denen schon damals klar war, dass eine Vereinsgründung nur Sinn hat, wenn neben der ideellen Ausrichtung auch wirtschaftliche Klarheit herrscht.
Die Zentralfigur war Edmund Pavenstedt, weitgereister, vermögender Bremer Kaufmann, dem es durch sein großes Ansehen gelang, Bürgerkreise zu gewinnen, die der Sache bisher fernstanden. Pavenstedt war die Schaffung einer Turnhalle so wichtig, dass ihm der Verein erst als gegründet galt, als die Halle schlüsselfertig bereitstand. Am 11. November 1860 wurde die Turnhalle „An der Weide" eingeweiht.
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1870
Krieg und neue Turnhalle „Auf den Häfen"
Am 15. Juli 1870 brach der Krieg gegen Frankreich aus. Der Zug der damaligen Zeit war gegen die Turnerei gerichtet. Nach 1870 verödeten die Turnplätze und Hallen der Vereine immer mehr.
Kurz nach dem Krieg brauchte der bremische Staat den Platz der Turnhalle für Eisenbahnzwecke. Weitblickend hatte Pavenstedt bereits ein Grundstück „Auf den Häfen" erworben. Am 31. Mai 1873 wurde der Bau der zweiten Turnhalle gerichtet und am 4. Januar 1874 eingeweiht.
1877 gab Johann Heinrich Kupsch sein Amt als Oberturnwart an August Wesche ab. Nach seinem Tod (1916) wurde bekannt, dass er den Verein mit einer Stiftung bedacht hatte. Die Kupsch-Stiftung besteht heute noch.
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1880
Stetiger Aufbau
Bis 1889 wurde der Mitgliederstand von 498 gehalten.
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1890
Frauenturnen - als erster Verein in Bremen
1890 richtete der Vorstand eine Fechtabteilung für Vorturner ein.
Als erster Verein in Bremen und im gesamten norddeutschen Raum führte der ABTV im Jahre 1892 das Frauenturnen ein. Der Vereinsturnlehrer Arno Kunath setzte sich dafür ein, dass sportinteressierte Mädchen und Frauen ebenfalls im Verein aktiv sein können. Der Übungsbetrieb wurde mit 50 sportbegeisterten Frauen aufgenommen.
Die Arbeit von Herrn Kunath wurde Jahre später vom Senat der Freien Hansestadt Bremen gewürdigt - die Kunathstraße im Stadtteil Peterswerder trägt seinen Namen.
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1900
Spielhaus „Huckelriede"
1901 entstand eine allgemeine Fechtabteilung, in der Damen mitwirkten.
Am 11. Juli 1909 wurde auf dem aufgehöhten Werder in der Nähe der „Huckelriede" ein Spielhaus erbaut. Auf dem Spielplatz mit einer Größe von 40.000 m² entfaltete sich bald ein reger Turn- und Spielbetrieb.
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1910
Grundstein für das Weserstadion
1910 wurde die erste Holztribüne in der Pauliner Marsch gebaut, welche später den Grundstein für das heutige Weserstadion legte.
Im Jahre seines 50-jährigen Jubiläums hatte der ABTV 1.067 Mitglieder. Die Zahl wuchs bis 1913 auf 1.487 heran. Das erste Spielfest 1911 war zugleich eine Erinnerungsfeier an die Eröffnung des ersten deutschen Turnplatzes in der Hasenheide bei Berlin vor 100 Jahren.
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1920
Zusammenschluss zum ABTS und Bau des Stadions
Weitblickende Männer des Vereins sahen kurz nach dem ersten Weltkrieg die Zeit für gekommen, um Turner und Sportler enger zu verbinden: Unter dem Namen Allgemeiner Bremer Turn- und Sportverein (ABTS) erfolgte der Zusammenschluss mit dem Bremer Schwimmclub von 1885. 1920 hatte der Verein für damalige Verhältnisse unglaubliche 4.300 Mitglieder.
Am 17. Oktober 1926 wurde die ABTS-Kampfbahn mit einem Spiel gegen Düsseldorf 99 eröffnet. Wenige hundert Meter entfernt wurde am 2. Oktober 1927 das Spielhaus in der Pauliner Marsch eingeweiht.
Anfang 1929 stand der Verein mit fast einer Million Reichsmark in der Kreide. Am 6. März 1929 wurde die Anlage komplett vom Verein „Weser-Stadion" übernommen - die ABTS-Kampfbahn wurde in Weser-Stadion umbenannt.
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1930
Beschlagnahmung und Kriegsbeginn
1938 wurde die Turnhalle „Auf den Häfen" zur Einlagerung von Getreide von den Behörden beschlagnahmt. Nach Ausbruch des Krieges 1939 ging der Turnbetrieb zwangsläufig zurück.
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1940
Zerstörung, Wiedervereinigung und Wiederaufbau
Der Turnbetrieb wurde in der Turnhalle der damaligen Lettow-Vorbeck-Schule (heute Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße) fortgeführt. In einer Bombennacht im August 1944 wurde die Turnhalle „Auf den Häfen" total zerstört.
Am 3. Februar 1946 fanden ABTV und ABTS wieder zusammen und fusionierten zum Allgemeinen Turn- und Sportverein von 1860. Auch die Bremer Sportfreunde von 1860 schlossen sich erneut an. Der Wiederaufbau des Spielhauses in der Pauliner Marsch wurde am 26. Juni 1949 eingeweiht.
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1950
Deutscher Amateur-Fußballmeister
Am 1. Juli 1950 wurde eine der ersten Rollschuhbahnen in der Pauliner Marsch eröffnet.
Am 30. Juni 1951 wurde Bremen 1860 erster Deutscher Amateur-Fußballmeister. Im Berliner Olympia-Stadion wurde der Karlsruher SC vor 70.000 Zuschauern nach einer 3:0-Führung mit 3:2 geschlagen.
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1960
Erste private Dreifach-Halle Deutschlands
Im Jubiläumsjahr 1960 entstand der Plan zum zusätzlichen Sportzentrum in Schwachhausen am Baumschulenweg. Am 30. April 1961 wurde der Grundstein gelegt - nach knapp zweijähriger Bauzeit konnte die erste privat finanzierte Dreifach-Halle Deutschlands eingeweiht werden.
Am 1. Juni 1961 schloss sich die Rugby-Mannschaft des Rugby-Clubs Bremen von 1960 dem Verein an.
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1970
Neue Sporthalle in der Pauliner Marsch
Am 25. September 1970 fand in der Pauliner Marsch die feierliche Grundsteinlegung für die neue Sporthalle statt. Bereits am 9. Oktober 1970 wurde die Halle gerichtet, schon am 1. Januar 1971 wurde sie eingeweiht.
Die Geschichte des Vereins endet hier nicht — sie wird jeden Tag weitergeschrieben. Wenn du Ergänzungen oder Erinnerungen aus späteren Jahrzehnten beisteuern möchtest, schreib uns gerne an info@bremen1860.de.